Montag, 5. September 2016

Ein Zwischenstand....

Im Mai waren wir sehr enthusiastisch, als unsere Entscheidung für einen Wohnwagen gefällt war. Mittlerweile hat sich wieder einiges getan.

Wir können nicht fahren, wegen unserem alten Kater. Im Mai haben wir ihn für einige Zeit alleine (also mit Catsitter) gelassen und es ging leider nicht gut aus. Er wurde krank durch den "Streß". Mittlerweile mag er es nicht einmal mehr, wenn wir ihn für eine Nacht oder einfach nur spät abends nach Hause kommen. Er wird unsauber, ist total verstört, erbricht sich und und und.

Wir waren natürlich beim Tierarzt, Und in der Tierklinik. Haben ihn mehrmals durch checken lassen. Er hat Alterswehwechen, braucht auch Medizin. Das nicht mehr alleine lassen können.... das ist rein psychisch bedingt. Ein Catsitter der  ein oder zweimal am Tag nach ihm sieht ist leider nicht genug.

Er ist 18 Jahre alt und wir tun ihn es nicht mehr an, alleine zu bleiben. Es ist irgendwie schon traurig, nicht fahren zu können. Besonders, da ich das nicht zum ersten Mal habe. Ich habe das gleiche Problem zwei Jahre lang mit meinem anderen alten Kater gehabt, bevor er gestorben ist.

Von daher werde ich mir wohl kein Haustier mehr anschaffen, wenn mein Katerchen nicht mehr ist. Es sind einfach zwei Dinge, die sich so schlecht vereinbaren lassen. Reisen und Haustiere. Das tut mir leid, aber ich möchte wenigstens für ein paar Jahre wieder regelmäßig fahren. Ohne die ganze Zeit mir auch einen Kopf machen zu müssen, ob es dem Tier zuhause wirklich gut geht.

Mit dem Kauf eines Wohnwagens werden wir wohl warten, bis mein Katerchen nicht mehr ist. Was nützt mir ein Wohnwagen, der nur rumsteht?


Den zweiten Dämpfer den wir bekamen, war der Preis eines Wohnwagens. Der Markt ist genauso leergefegt im Gebrauchtsektor wie bei den Wohnmobilen. Da werden für "alte Schätzchen" so um die 8000 € verlangt. Während man einen neuen (in der von uns gewünschten Ausstattung) für knapp 12.000  € bekommt.

Ich war auf der Caravan und habe erfragt, wie lange die Wartezeiten für einen neuen Wohnwagen sind. Zwischen einem halben und einem Jahr. Das ist natürlich auch heftig!

Wir werden jetzt doch einen Wohnwagen zuerst mieten. Um zu sehen, was wir genau haben wollen. Und uns dann einen Wohnwagen kaufen, der wirklich 100% paßt. Ohne Kompromisse.

Nur wie gesagt, das kann noch dauern, bis wir das mal hinbekommen!


Sonntag, 15. Mai 2016

Vom Wohnmobilisten zum Wohnwagenfahrer... kann das gut gehen?

Wir versuchen jetzt die Quadratur des Kreises. Ein Wohnwagen, den wir so nutzen, als wäre er ein Wohnmobil.

Wir möchten damit frei stehen. Möglich ist es durch die gleiche Regelung wie beim Wohnmobil. Ja, man darf überall parken wo es nicht verboten ist. Ja, man darf die Fahrtüchtigkeit wieder herstellen. Für eine Nacht, was die meisten unserer Reisen sein werden, geht das!

Aber wird es zu umständlich sein? Den Wohnwagen an- und abzukoppeln? Oder ist es einfach? Wir haben keine Ahnung. Wie schläft es sich in einem Wohnwagen? Wie ist der Komfort? Wie regeln wir das mit dem Brauchwasser? Immer noch keine Ahnung! Ich habe mir Bücher aus der Bibliothek geholt, die werden jetzt in den nächsten Tagen durch geackert.

Wir werden auch wieder wie früher mit dem Dehler mehr auf CPs gehen. Allerdings haben CPs in meinen Augen ein großes Mankos: Sie sind zu bürokratisch, zu starr. Meldet man sich an, brauchen manche CPs Stunden dafür. Ich weiß nicht, wie oft/lange ich schon in entsprechenden Schlangen an einer Rezeption stand! Manchmal hat man das Gefühl, die Angestellten haben noch nie einen PC gesehen! (Seltsamerweise ist das bei Hotels noch NIE ein Problem gewesen). Selbst bei einer Vorreservierung tuen sich die Angestellten schwer und es geht laaaangsam. Eine Stunde Wartezeit an einer CP-Rezeption, das ist nix.  Dann die Anfahrt/Abfahrtzeiten, die nicht passen zu meinem Job. Ich arbeite bis Freitags spät. Spätanreise auf den meistens CPs.... höchstens in den Sommerferien und selbst da wird es eng.

Keine Ahnung, wie wir das regeln. Ich bin auch bereit einen Tag länger zu zahlen, wenn ich dafür am Samstag früher auf den CP kann. Ich weiß nur nicht, ob die CPs Angestellten DAS verstehen wenn ich es erkläre.

Es gibt Städte, bei denen dürfte es kein Problem sein. Köln und Aachen haben CPs mit "jederzeit" Anreise. Bad Neuenahr weist einen SP auch für Caravan aus (ob das so stimmt, werde ich noch einmal nachfragen). Moers hat leider nur einen Parkplatz (werden wir da Ärger bekommen?). Goch ist leider gestorben, reiner SP dort. Schade.

Es ist ein Abenteuer.
Ausprobieren ist die Devise. Ein Jahr geben wir uns Zeit. Klappt es nicht, werden wir danach den Wohnwagen wieder verkaufen. Und  uns an einen Selbstausbau wagen...

Laßt das Experiment beginnen!

Samstag, 14. Mai 2016

Die Suche nach einer Lösung...

Vor knapp einem halben Jahr hat sich unsere private Situation wieder verbessert.

Ein Wohnmobil war wieder denkbar. Wenn auch immer noch als Drittfahrzeug in Steuer/Versicherung sehr teuer....aber man gönnt sich ja sonst nix.

Und so schauten wir uns auf dem Fahrzeugmarkt um. Entsetzen! Der Gebrauchtmarkt war leergefegt. Ein einfaches Wohnmobil, 15 Jahre alt, sollte aufeinmal 20.000 € kosten. Das kann doch nicht wahr sein! Handeln war ausgeschlossen, die Dinger gehen weg wie warme Semmeln. Und ein Neues? Starten bei 30.000 € aufwärts. Realistisch wäre aber 35.000 € +. Schließlich möchten wir weder auf Solar, noch auf Markise oder alles andere verzichten.

Wir begannen uns selbst kritisch zu hinterfragen. Würde sich das überhaupt lohnen? Unseren Haupturlaub haben wir letztes Jahr in Südfrankreich mit dem PKW und in Mobilheimen verbracht. Es war ein toller Urlaub. Und vor allen: Uns fiel auf, wie unpraktisch Wohnmobile dort sind. In Südfrankreich haben sie überall und ich meine wirklich überall Halteverbot für Wohnmobile. Dazu kommen noch die Höhenbegrenzungen an jedem Parkplatz. Auf den PKW waren wir angewiesen, egal ob es zum einkaufen, zu Sehenswürdigkeiten oder an den Strand ging. Mit einem Wohnmobil? Da sah man nicht wirklich etwas von der Gegend!

Wenn man es sich ausrechnet, ist man auch bei unserer kurzen Reisedauer nicht viel billiger unterwegs. Mobilheime gibt es außerhalb der Saison ab 40 € die Nacht. Wohnmobile kosten auf dem CP mindestens 20 €. Dazu höhere Spritkosten und Mautgebühren.

Nein, mit dem Wohnmobil nach Südfrankreich, unser Lieblingsreiseziel, das wollten wir nicht.

Also ein Wohnmobil nur fürs Wochenende? Lohnt sich das denn? Als Neufahrzeug garantiert nicht. Als Gebraucht... immer noch zu teuer. Ein Campingbus würde ja schon reichen... Aber auch hier sind die Preise im Moment astronomisch. Dazu noch Steuer/Versicherung von 600 € im Jahr. Reparaturen, Wertverlust. Hmpf. Dafür konnte man wirklich ins Hotel gehen und war noch "billiger" dabei.

Wir entschieden uns, unsere Kurzreisen im Hotel zu verbringen. In den letzten Monaten besuchten  wir Antwerpen, Löwen und die Ahr. Hotels hatten besonders im Winter doch einige Vorteile. Wir waren zentral untergebracht, mussten nicht lange bis zum SP/CP laufen/fahren. Teuer.... Klar, Doch wie gesagt, ein Wohnmobil wäre viel teurer.

Das einzige was uns nervte: Die Suche. Fuhr man spontan suchte man sich blöde vor Ort. Besonders in der Hauptsaison. Buchte man vorher, wußte man nicht wirklich wie das Wetter wird. Zwei Kurzreisen verbrachten wir im Regen. Uns fehlte auch die Campingatmosphäre.

Wir hielten in dieser Zeit weiter nach einem preisgünstigen gebrauchten Wohnmobil Ausschau. Ohne Erfolg.

Also setzten wir uns mit der Tatsache auseinander, das es mit einem Wohnmobil vorerst nichts mehr wird.

Wie war es mit Wohnwagen?

Ich konnte mich mit dem Gedanken anfreunden. Mein Mann.... nicht so. Es dauerte extrem lange, wir redeten über Selbstausbau, einen Caddy-Minicamper usw. Doch alles nicht das Wahre. Langsam freundete auch mein Mann sich mit dem Gedanken an einen Wohnwagen an. Vielleicht einfach mal ausprobieren?

Diese Entscheidung ist noch ganz frisch, wir haben sie erst diese Woche gefällt. Wir werden jetzt ersteinmal an unseren PKW eine Anhängerkupplung bauen. Und dann wird ein älterer Wohnwagen gekauft. Auf Probe sozusagen. Wir werden es ein Jahr mit einem Wohnwagen ausprobieren und dann unser Fazit ziehen. Mal schauen....


Freitag, 13. Mai 2016

Ein schmerzhafter Abschied oder "Ja, wir leben noch!"

Aber kann man es überhaupt noch Leben nennen? So ohne Wohnmobil? Das haben wir vor über einem Jahr verkauft. Es war schwierig geworden. Das Wohnmobil alt, wir hatten kaum Zeit zum fahren und unsere beider berufliche Situation hat sich geändert. Neben einem Wohnmobil brauchten wir plötzlich zwei PKWs. Das ist ziemlich teuer, besonders wenn man einen Wagen als Drittfahrzeug versichern muss.  Schweren Herzen trennten wir uns von unserem Wohnmobil und weinten auch so manch bittere Träne.

Tschüüüs Wohnmobil-Leben!